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Home Fashion

10 Jahre PhotoVogue: Festivaldirektorin Alessia Glaviano im Interview

by Josefine Zürcher
11.02.2026
in Fashion
10 Jahre PhotoVogue: Festivaldirektorin Alessia Glaviano im Interview

Zum zehnten Mal lockt das PhotoVogue-Festival nach Mailand. Vom 1. bis 4. März wird die Biblioteca Nazionale Braidense zum Fotografie-Hotspot. Dieses Jahr stehen mit der Ausstellung „Women by Women“ Frauen und deren vielschichtige, einzigartige und leider oft unterschätzte Perspektiven im Mittelpunkt. Festivaldirektorin Alessia Glaviano erzählt uns, welche Bedeutung „Women by Women“ hat, wie uns Fotografie in schwierigen Zeiten helfen kann und wohin es mit PhotoVogue in der nächsten Dekade gehen soll.

© Forough Alaei, Freedom Cries for Women

FACES: PhotoVogue feiert dieses Jahr sein 10-jähriges Jubiläum! Wie hat sich das Festival im Laufe der Jahre entwickelt und was sind deine Hoffnungen und Pläne für das nächste Jahrzehnt?
Alessia Glaviano: PhotoVogue wurde 2011 als digitale Plattform ins Leben gerufen, die sich der Entdeckung und Förderung fotografischer Talente weltweit widmet. Das Festival kam später hinzu, um diese Mission in eine physische, kollektive Erfahrung umzusetzen. Dieses Jahr findet das PhotoVogue Festival zum zehnten Mal statt, und für mich fühlt es sich weniger wie eine Feier an, sondern eher wie ein Moment der Bewusstwerdung.
Im Laufe der Jahre hat sich das Festival zu einem bedeutenden internationalen Kulturereignis entwickelt, aber was ich am meisten schätze, ist unverändert geblieben: Die Energie, die während dieser Tage zirkuliert. Wenn KünstlerInnen, RedakteurInnen, StudentInnen und ein Publikum mit ähnlichen Wertvorstellungen zusammenkommen, geschieht etwas Besonderes. Man schafft einen Raum des Vertrauens, der Neugier und der Offenheit. Man sät einen Samen. Man sieht vielleicht nicht sofort, was daraus wachsen wird, aber Gespräche kommen in Gang, Verbindungen entstehen und Wege beginnen sich leise zu verändern.

© Francesca Allen, Plaukai
© Anaïs Kugel, When seabirds are far away

Heute trägt PhotoVogue ein starkes Verantwortungsbewusstsein. Es geht nicht nur darum, Talente zu entdecken, sondern auch darum, einen Kontext zu schaffen, Fürsorge zu bieten und langfristig zu denken. Mit Blick auf die Zukunft hoffe ich, dass wir dieses Ökosystem auch in den nächsten zehn Jahren weiter pflegen können. Wir wollen Mentoring und Bildung stärken, tiefere Brücken zwischen Kunst, Mode und sozialem Diskurs schlagen und sicherstellen, dass PhotoVogue ein Ort bleibt, an dem neue visuelle Sprachen entstehen können, gepaart mit einer intensiveren Auseinandersetzung mit den drängenden kulturellen, sozialen und ethischen Fragen unserer Zeit.

© Manyatsa Monyamane, SERITHI– The Aura of a Black Woman

F: Die Ausstellung „Women by Women“ zeigt 45 Künstlerinnen. Warum ist es gerade jetzt so wichtig, dass wir bewusst Kunst konsumieren, die von Frauen geschaffen wurde?
AG: Weil Sichtbarkeit niemals neutral ist. Auch heute noch sind Künstlerinnen in Institutionen, Sammlungen und kulturellen Narrativen unterrepräsentiert, obwohl sie eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der zeitgenössischen visuellen Kultur spielen. Sich bewusst mit Kunst von Frauen auseinanderzusetzen, bedeutet nicht, eine Trennung zu schaffen, sondern ein strukturelles Ungleichgewicht anzusprechen, das schon viel zu lange besteht.
In einer Zeit, in der Rechte, Autonomie und Repräsentation erneut in Frage gestellt werden, wird „Women by Women“ zu einem Akt der Aufmerksamkeit und Verantwortung. Die Ausstellung betont Frauen als Autorinnen statt als Subjekte. Sie lädt die BetrachterInnen dazu ein, inne zu halten, aufmerksam zuzuhören und sich mit der Komplexität und Vielfalt der Lebenserfahrungen von Frauen auseinanderzusetzen.

© Turkina Faso, Changing Room

„Sich bewusst mit Kunst von Frauen auseinanderzusetzen, bedeutet nicht, eine Trennung zu schaffen, sondern ein strukturelles Ungleichgewicht anzusprechen, das schon viel zu lange besteht.“

F: Hast du persönliche Lieblingswerke aus der Ausstellung „Women by Women“?
AG: Ich neige dazu, mich dieser Frage zu entziehen, insbesondere im Zusammenhang mit einer Ausstellung wie dieser. Die Projekte wurden nicht ausgewählt, um miteinander zu konkurrieren, und ich betrachte sie nicht durch die Brille der Vorlieben oder Hierarchien.
Für mich ist wichtig, wie die Werke zusammenwirken. Als eine Konstellation von Stimmen, die unterschiedliche Regionen, Generationen und Lebenserfahrungen widerspiegeln. Die Stärke von „Women by Women“ liegt genau in dieser kollektiven Präsenz, in der jedes Projekt durch den Dialog mit den anderen an Bedeutung gewinnt.

© Magdalena Wosinska, Mama

F: Bist du das diesjährige Festival anders angegangen, weil es das zehnjährige Jubiläum ist?
AG: Ja, aber nicht in einem feierlichen Sinne. Ich wollte nicht nostalgisch zurückblicken oder das Jubiläum mit etwas Lauterem oder Spektakulärerem feiern. Stattdessen habe ich diese Ausgabe als einen Moment der Reflexion und Verantwortung gesehen.
Deshalb waren auch die Wahl des Veranstaltungsortes und die Gestaltung der Ausstellung so wichtig. Das Festival in der Biblioteca Nazionale Braidense zu veranstalten, hat für mich eine symbolische Bedeutung. Ein Ort, der dem Wissen, der Erinnerung und der Bewahrung gewidmet ist. Die Hauptausstellung ist als intime, buchähnliche Erfahrung konzipiert, die die BesucherInnen dazu anregt, sich Zeit zu nehmen und sich mit den Bildern eher durch Aufmerksamkeit als durch Unmittelbarkeit auseinanderzusetzen.

Anstatt den Umfang zu vergrößern, hat uns dieses Jubiläum zu Präzision und Intimität angespornt. Es schien der richtige Moment zu sein, um präzisere Fragen darüber zu stellen, wie Bilder zirkulieren, wie sie gepflegt werden und wie wir Räume schaffen, die eher zum Nachdenken als zum Konsum einladen.

© Carla Rossi, Bellissima
© Farid Renais Ghimas, Angan-Angan Harsa

„In Zeiten der Unsicherheit bietet Kunst eher Raum als Antworten. Sie erinnert uns daran, dass Komplexität und Verletzlichkeit zum Menschsein dazugehören.“

F: Welche Highlights sollte man nicht verpassen?
AG: Das Vortragsprogramm ist echt wichtig, um das diesjährige Festival zu verstehen. Viele Gespräche drehen sich um Themen wie Fürsorge, Herkunft, Widerstand, Urheberschaft und Verantwortung und bringen KünstlerInnen, RedakteurInnen, FilmemacherInnen und DenkerInnen auf eine Art und Weise zusammen, die sowohl anspruchsvoll als auch großzügig wirkt.
Ich würde den BesucherInnen empfehlen, das Festival als eine fortlaufende Reise zu erleben und nicht als eine Reihe von einzelnen Momenten. Wenn man zwischen Ausstellungen, Vorträgen und Räumen hin und her geht, können Bilder und Ideen miteinander in Resonanz treten, was zu einer tieferen und vielschichtigen Erfahrung führt.

© Jip Schalkx, One Another
© Nora Lorek, Patterns of Home

F: Wie können uns Fotografie und Kunst in unsicheren Zeiten wie diesen helfen, einander besser zu verstehen und uns mehr verbunden und getröstet zu fühlen?
AG: Fotografie und Kunst können zwar keine Lösungen bieten, aber sie können Nähe schaffen. Sie ermöglichen es uns, Leben und Emotionen kennenzulernen, die vielleicht weit von unseren eigenen entfernt sind, und darin etwas zutiefst Menschliches und Gemeinsames zu erkennen.
In Zeiten der Unsicherheit bietet Kunst eher Raum als Antworten. Sie erinnert uns daran, dass Komplexität und Verletzlichkeit zum Menschsein dazugehören. Manchmal entsteht Verbundenheit nicht durch Klarheit, sondern durch das einfache Gefühl, nicht allein zu sein. In diesem Sinne können Bilder eine stille Form des Trostes bieten, indem sie die Welt ein wenig lebenswerter erscheinen lassen.

© Angela Cappetta, Glendalis

F: Hast du persönlichen LieblingsfotografInnen, von denen wir bestimmt bald mehr hören werden?
AG: Ja, es gibt ein paar KünstlerInnen, deren Arbeit ich seit ein paar Jahren genau verfolge und deren Entwicklung ich echt bewundere. Dazu gehören auch KünstlerInnen, die in der Ausstellung zu sehen sind, wie Bettina Pittaluga und Delali Ayivi, deren Arbeit sich mit Kohärenz, Sensibilität und Tiefe weiterentwickelt.
Allgemeiner gesagt begeistern mich FotografInnen einer Generation, die heute das Konzept der Autorschaft neu definieren. Viele bewegen sich fließend zwischen Dokumentarfotografie, Modefotografie und persönlichen Projekten und legen großen Wert auf den Entstehungsprozess, ethische Aspekte und langfristige Recherchen. Statt Trends hinterherzujagen, entwickeln sie geduldig ihre eigene Bildsprache, und deshalb glaube ich, dass wir in den kommenden Jahren noch viel von ihnen hören werden.

© Bettina Pittaluga, She Saw Me
© Delali Ayivi, On Womanhood and the Right to Dream

„Wenn die Leute das Festival mit dem Gefühl verlassen, willkommen und respektiert zu sein und sich mehr mit anderen verbunden fühlen, dann weiß ich, dass wir etwas Sinnvolles geschaffen haben.“

F: Was denkst du, wie sich die Fotografie und die Art, wie wir sie nutzen, verändern, jetzt wo KI auch in die Kunst einzieht?
AG: KI zwingt die Welt der Fotografie, sich mit grundlegenden Fragen zu Urheberschaft, Absicht und Verantwortung auseinanderzusetzen. Auch wenn das beunruhigend sein kann, finde ich es nicht sinnvoll, das Thema nur mit Angst oder Widerstand anzugehen.
In einer Zeit, in der Bilder endlos generiert werden können, liegt der Wert der Fotografie zunehmend im Kontext und im Vertrauen. Warum ein Bild entstanden ist, von wem und in welcherBeziehung zur Realität, wird wichtiger sein als technische Perfektion. KI macht Klarheit unerlässlich und zwingt uns, in Bezug auf Ethik, Prozess und Bedeutung präziser zu sein.

© Avery Norman, The Closest to Heaven That I’ll Ever Be

F: Was ist für dich als Festivalleiterin das beste Feedback, das du von Leuten bekommen kannst, die das Festival besucht haben?
AG: Nach der letzten Ausgabe des Festivals hat mir Afsaneh Rafii vom Icarus Complex Magazine was erzählt, das mich echt beeindruckt hat, weil es genau das ausdrückt, was ich mir für PhotoVogue wünsche. Sie meinte, wie selten es ist, Orte zu finden, an denen es kein Ego gibt, an denen Freundlichkeit nicht mit Schwäche verwechselt wird und an denen zwischenmenschliche Beziehungen im Mittelpunkt stehen.
Sie beschrieb das Festival als einen sicheren Ort, um Ideen auszutauschen, tiefgehende und manchmal schwierige Gespräche zu führen und die Arbeit der anderen mit Großzügigkeit und Fürsorge zu würdigen. Das zu hören, hat mich mit Freude erfüllt, denn genau diese Umgebung möchte ich schaffen. Wenn die Leute das Festival mit dem Gefühl verlassen, willkommen und respektiert zu sein und sich mehr mit anderen verbunden fühlen, dann weiß ich, dass wir etwas Sinnvolles geschaffen haben.

© Giulia Gatti, Corazonada
© Luisa Dörr, Escaramuza

Mehr zum diesjährigen PhotoVogue-Programm liest du hier.

Mehr weibliche Perspektiven gewünscht? Schau dir hier unsere Female Voices Fotostory an.

Tags: Afsaneh RafiiAlessia GlavianoAnaïs KugelAngela CappettaAvery NormanBettina PittalugaBiblioteca Nazionale BraidenseCarla RossiDelali AyiviFarid Renais GhimasForough AlaeiFrancesca AllenGiulia GattihomepageIcarus Complex MagazineJip SchalkxLuisa DörrMagdalena WosinskaManyatsa MonyamaneNora LorekPhotoVogueTurkina Faso
Josefine Zürcher

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