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Valérie Messika: „Wer ein Schmuckstück kauft, kauft ein Stück Ewigkeit“

by FACES Magazin
12. Oktober 2026
in Fashion
Valérie Messika: „Wer ein Schmuckstück kauft, kauft ein Stück Ewigkeit“

Diamanten sind forever. Doch für Valérie Messika sind sie auch Familie. Als Tochter eines Diamantenhändlers wuchs die Französin umgeben von Juwelen auf. Ihre Schmuckmarke Messika gründete Valérie mit dem Ziel, Diamanten zugänglich zu machen und modisch zu inszenieren – ganz so, wie sie die Edelsteine einst als Kind täglich in den Händen hielt. Zur Eröffnung der neuen Messika Boutique in Zürich haben wir uns mit der Gründerin über Inspiration und Familie unterhalten. Inklusive einem unerwarteten Gastauftritt.

20 Jahre Messika

FACES: Messika feierte im vergangenen Jahr sein 20-jähriges Jubiläum. Wie haben sich der Geschmack und die Prioritäten der KundInnen in dieser Zeit verändert? Und wie werden sie sich in Zukunft entwickeln?
Valérie Messika: Als ich Messika gründete, war die Schmuckbranche eine sehr exklusive Angelegenheit. Durch neue Akteure wie uns veränderte sich das. Die Grenzen der Haute Joaillerie wurden insbesondere in den vergangenen zehn Jahren zu einem cooleren, auch disruptiveren Look verschoben. Heute finden wir in der Haute Joaillerie junge KundInnen, die neue, alltagstaugliche Marken entdecken wollen. Was die Zukunft angeht, bin ich mir sicher, dass der Schmuckmarkt für alle Akteure in unserer Branche einen Boom erleben wird. Wer aber ein Schmuckstück kauft, kauft ein Stück Ewigkeit. Das Gold und die Diamanten bleiben für immer. Schmuck hat diese große symbolische Bedeutung. Man kann ihn seinem Kind vermachen. Manchmal wecken einzelne Stücke Erinnerungen an die eigene Großmutter. So wird ein Stück von Generation zu Generation weitergegeben.

Terres de Contrastes: Farbige Edelsteine

F: Die neue Kollektion „Terres de Contrastes“ ist die zweite in der Geschichte von Messika, bei der farbenfrohe Edelsteine eine wichtige Rolle spielen. War der Einsatz von Farbe bei der Schmuckgestaltung für dich eine neue Form der Freiheit im Designprozess?
VM: Für mich ist das definitiv eine Freiheit. Ich war es gewohnt, nur mit weißen Diamanten zu arbeiten, manchmal auch mit gelben, rosa oder bräunlichen Diamanten. Jetzt fühlt es sich an, als wäre ich wieder ein Kind und kann mit einer Palette von 20, 50 Farben spielen. Denn der kreative Prozess ist genau das: eine spielerische Arbeit.

Moderniste: Inspiriert von Le Corbusier

F: Eine weitere neue Kollektion ist „Moderniste“. Auch hier schlägt Messika eine neue ästhetische Richtung ein. Gold und die Möglichkeiten seiner Formgebung stehen im Mittelpunkt. Hattest du das schon lange im Sinn?
VM: „Moderniste“ ist die Kollektion der Reife. In den vergangenen 20 Jahren habe ich Messika durch die „Move“- Kollektion aufgebaut mit dem Ziel, Diamanten zu entstauben. Jetzt möchte ich etwas Erhabeneres, etwas Kräftigeres, das wie eine Skulptur wirkt. Deshalb habe ich „Moderniste“ lanciert. Die Idee beschäftigte mich schon länger, und es hat drei Jahre gedauert, bis alle Prototypen fertig waren.

F: Die Form der Stücke ist von der Architektur der Moderne inspiriert, insbesondere von Persönlichkeiten wie Le Corbusier. Was fasziniert dich an diesen Bauwerken, und worauf hast du dich konzentriert, um deren Wesen in Form von Schmuck einzufangen?
VM: Die KünstlerInnen des Modernismus faszinieren mich. Ich liebe es, dass sie oft direkt auf den Punkt kommen. Die Werke haben etwas Klares an sich, denn für mich ist Modernismus auch etwas sehr Reines. Auf den ersten Blick wirkt es schlicht. Auch die Schmuckstücke aus der Kollektion. Doch all die Proportionen und Facetten, das Polierte und das Unpolierte, sorgen für Komplexität – selbst wenn das Design im Grunde einfach ist: Alles hängt von den Proportionen und der Lichtreflexion ab.

„Wer ein Schmuckstück kauft, kauft ein Stück Ewigkeit. Das Gold und die Diamanten bleiben für immer.“

Die Anfänge als Tochter eines Diamantenhändlers

F: Kommen wir wieder zu deinen Anfängen. Was haben Diamanten für dich als Kind bedeutet? Und wie hat sich diese Beziehung im Laufe der Jahre entwickelt?
VM: Mein Vater hat mit Diamanten gehandelt. Für mich repräsentieren sie also auch immer eine Verbindung zu ihm. Als Kind war es für mich von großer Bedeutung, in seine Welt einzutauchen. Weil er mich oft mit in sein Büro nahm, waren Diamanten dadurch leicht zugänglich. Mein Vater brachte mir bei, wie man in das Innere eines Steins blickt. Es war für mich eine sehr spielerische Herangehensweise und es gab mir das Gefühl, dass Diamanten auch für andere zugänglich sein sollten.

F: Dein Vater André Messika ist seit vielen Jahren im Diamantenhandel tätig. Hat er dir jemals einen Rat gegeben, der dich während deiner gesamten Karriere begleitet hat?
VM: Sei mit Leidenschaft bei der Sache, denn dann wirst du die Arbeitszeit gar nicht bemerken. Du wirst das Beste aus dir herausholen, weil es von Herzen kommt.

F: Hat er im Gegenzug etwas von dir und deinem Unternehmen gelernt?
VM: Das fragen wir ihn am besten gleich selbst. (Valérie bittet ihren Bruder Ben, Vater André Messika anzurufen. Per Facetime gibt er uns nach einer herzlichen Begrü.ung Antwort.)
André Messika: Ich habe von Valérie gelernt, den eigenen Kindern zu vertrauen. Wenn sie es wollen, wenn sie talentiert genug und klug genug sind, werden sie es auch schaffen. Vertrauen sind die besten Flügel, die man einem Kind mitgeben kann. Und damit überrascht mich Valérie bis heute jeden Tag.

F: Um beim Thema Familientradition zu bleiben, Valérie: Du hast zwei Töchter, Romane und Noa, nach denen auch zwei Schmuckstücke der „Move“-Kollektion benannt sind. Kannst du dir vorstellen, dass deine Kinder eines Tages das Vermächtnis von Messika weiterführen?
VM: Das ist eine gute Frage. Wenn man etwas entwickelt und es erfolgreich ist, hat man so eine mögliche Nachfolge natürlich immer in den Hintergedanken. Aber ich möchte meinen Töchtern diese Idee nicht zu sehr in den Kopf setzen. Denn wenn sie es nur meinetwegen tun, ist das der falsche Weg. Was ich aber mache, ist, sie in meine Welt einzubeziehen. Ich bin viel unterwegs und meine Kinder reisen oft mit mir. Beispielsweise nach Südkorea, Japan, den Nahen Osten oder Amerika. So kriegen sie ein Gespür für all das, was ich tue.

MESSIKA

Druck macht aus Kohlenstoff Diamanten. Und Messika macht aus Diamanten modernen Schmuck, der dem Alltag Glanz verleiht. Gegründet wurde das Unternehmen 2005 von Valérie Messika. Mit der „Move“- Kollektion etablierte die Französin den Edelstein als schillerndes Accessoire für ein junges, modebewusstes Publikum. Zum 20-jährigen Jubiläum verlieh die Marke ihrem Funkeln neue Facetten. Die Kollektionen „Terres d’Instinct“ und „Terres de Contrastes“ bringen durch Edelsteine wie den Opal, Smaragd und Rubellit neue Farben in die Messika-Ästhetik. Und während Gold bislang eine Bühne für die Juwelen bildete, macht die neueste Kollektion „Moderniste“ das Edelmetall zur Hauptdarstellerin. messika.com

Mehr zu Messika bei FACES: Kendall Jenner und Alton Mason für Messika: Move Link Kollektion und Rock Stars: Die schönsten Ringe der Saison.

Was Messika alles zu bieten hat, siehst du hier.

Fotos: © Messika

Mehr Funkelndes gibt’s hier.

Tags: MessikaValérie Messika
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