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Home Fashion

Kostümbildnerin Aino Laberenz im Interview

by Josefine Zürcher
13. April 2026
in Fashion
Kostümbildnerin Aino Laberenz im Interview

Als Kostümbildnerin sorgt Aino Laberenz dafür, dass Film- und Theaterfiguren in die richtigen Textilien schlüpfen. In ihrem privaten Kleiderschrank mag sie es gerne pragmatisch und maskulin. Welchen Einfluss ihre Arbeit auf ihren persönlichen Stil sonst noch hat, wie sie die kreative Branche gerade wahrnimmt und was sie an der Theaterwelt ändern würde, verrät Aino im Interview.

FACES: In der Theater- und Filmwelt ist der Scheinwerfer oft auf SchauspielerInnen und RegisseurInnen gerichtet. Warum verdienen Bühnen- und Kostümdesign mehr Aufmerksamkeit?
Aino Laberenz: Weil sie ein wichtiger Teil in der Unterstützung der Geschichten sind, die in Film und Theater erzählt werden. Das Kostüm ist der erste Raum der SchauspielerInnen. Es verbindet die gewählte Zeit und den Hintergrund der Geschichte und unterstützt die Visibilität der Charaktere.

F: Inwiefern sieht man als Kostümbildnerin Mode anders als beispielsweise als DesignerIn oder einfach TrägerIn?
AL: Das weiß ich gar nicht so genau. Vielleicht bin ich ja beides. Aber sicherlich ist mein Blick geschulter, was Schnitte oder Stoffe angeht.

„Kostümbild ist eine Form des Geschichtenerzählens.“

F: Wie drückt man mit kleinen Kniffen den Seelenzustand einer Film- oder Theaterfigur durch Kleidung am besten aus?
AL: Kostümbild ist für mich eine Form des Geschichtenerzählens, die dem Film oder Theaterstück nicht nur eine weitere Farbe gibt, sondern sie unterstützt. Die Entwicklung einer Figur ist sowohl im Theater als auch im Film immer gebunden an den Inhalt. Macht ein Charakter Karriere oder geht er in die Arbeitslosigkeit? Man kann auf- und absteigen natürlich im Kostüm erzählen. Man kann den Status und die Herkunft erzählen, das Alter, das Umfeld oder die Kultur. Im Kostüm kann man das mit Farben oder Formen ausdrücken, beispielsweise damit, wie eng oder lose ein Outfit sitzt.

F: „Wuthering Heights“ löst gerade Kontroversen aus, auch in Bezug auf die Kostüme. So auch „Bridgerton“ – der Serie wurde oft vorgeworfen, es mit der Geschichte nicht ernst genug zu nehmen. Müssen Kostüme eigentlich immer historisch akkurat sein? Welchen Spielraum für kreative Freiheit gibt es?
AL: Film ist keine Dokumentation, sondern hat einen künstlerischen Anspruch. Das Gleichsetzen von Kunst und Wirklichkeit ist ein Problem. Ich kann Theater oder Filme – nicht Dokumentarfilme –, die vorgeben, die „wahre Wirklichkeit“ abzubilden, nicht glauben. Ich würde aber schon sagen, dass die Darstellung einer Realität auf der Bühne eine Realität ist. Theater, aber durchaus auch Film, kann die ZuschauerInnen mit der eigenen Lebenswirklichkeit konfrontieren. Und das ist für mich ein wichtiger Anlass, Kunst zu schaffen.

F: Wie würdest du deinen persönlichen Stil definieren? Welche DesignerInnen inspirieren dich gerade besonders?
AL: Mein persönlicher Stil ist eher praktisch und wahrscheinlich auch eher maskulin. Ich mag maskuline Details wie Anzugshosen, Blazer, Hemden und flache Schuhe und trage eher weniger Heels. Ich kombiniere Teile aus meiner Garderobe immer wieder anders. Und ich neige dazu, den gleichen Schmuck zu tragen. In meinem Job suche ich aber Kleidung oder entwerfe für andere, das heißt, ich betrachte permanent andere Körper. Wahrscheinlich bin ich darum selbst pragmatischer unterwegs. Ich mag es bequem und muss mich gut bewegen können. Ich mag Comme des Garçons, deren Show ist immer etwas besonderes. Und natürlich habe ich mir Prada angeschaut und finde es spannend, was Demna für Gucci macht. Jil Sander mag ich gerne, Simone Bellotti macht einen tollen Job. In Paris war Alaïa ganz toll. Ich liebe es, wie präzise Pieter Mulier in den Schnitten mit und am Körper arbeitet. Dann freue ich mich immer auf Miu Miu und Chanel. Aber neben den großen Brands mag ich auch Hodakova und Julie Kegels.

F: Und wie hat sich dein persönlicher Stil in den letzten Jahren verändert?
AL: Meine Kleidung formt sich mit mir, selbst wenn es eine Jeans ist, die ich seit zehn Jahren besitze. Ich liebe Stücke, in denen ich quasi lebe. Es gibt Teile, die mich schützen oder die mich aufmuntern. Manchmal liegt ein Teil aber auch lange in meinem Schrank und dann krame ich es wieder raus und trage es bis zum Exzess, vielleicht dann aber mit dem Entdecken und Kombinieren einer anderen Farbe an mir.

F: Dein Stil und auch du selbst werden oft als ernsthaft beschrieben. Stört dich das oder würdest du dich ebenfalls so beschreiben? Gibt’s trotzdem Humor und Ironie in deiner visuellen Arbeit?
AL: Ich wusste nicht, dass mein Stil als ernsthaft beschrieben wird. Und dass ich so beschrieben werde, liegt daran, dass ich weniger lache auf Fotos. Ich würde mich aber als fröhlich beschreiben, und es gibt natürlich Humor in meiner Arbeit. Ich könnte gar nicht ohne Humor und Lachen sein. Das ist ein wichtiger Motor und ein wichtiger Teil von Kunst.

F: Du hast in einem älteren Interview einmal gesagt, du wolltest nie ins Rampenlicht. Wie fühlt es sich an, bei Shootings – wie jetzt für uns – doch einmal vor der Kamera zu sein?
AL: Das hat sich bei mir verändert. Nicht, dass ich jetzt das Rampenlicht suche, aber es ist für mich wesentlich einfacher geworden. Und wenn ich jemandem hinter der Kamera vertraue oder eine Bindung entsteht, kann es sehr viel Spaß machen. Da kann Humor auch helfen. Ich habe zum Beispiel kein „Kamera- Gesicht“. Also probiere ich einfach aus. Das ist nicht schlimm oder unangenehm. Früher war ich viel eingeschüchterter.

F: Wie würdest du den aktuellen Gemütszustand der kreativen Branche beschreiben? Erspähst du irgendwo etwas Hoffnung?
AL: Es ist eine extreme Zeit, in der wir leben. Die Kunst spiegelt auch immer unsere Gesellschaft. Aber ich bin ein Mensch, der immer an etwas glauben muss und auch Hoffnung hat. Ich würde immer für die Freiheit der Kunst kämpfen und dafür, dass Kunst eine Sprache ist, wenn zum Beispiel die Politik keine mehr hat.

F: Was würdest du an der Theater- und Filmwelt sofort ändern, wenn du könntest?
AL: Mehr Geld zur Verfügung stellen. Und es braucht mehr Respekt füreinander.

F: Wohin soll es mit deiner Arbeit zukünftig gehen? Gibt’s etwas, das du dringend von deiner Bucket List abhaken möchtest?
AL: Ich freue mich, dass ich in den letzten Jahren mehr in den Film gegangen bin und möchte das auch weiterhin tun. Und ich liebe es einfach zu arbeiten, liebe meinen Job als Kostümbildnerin und möchte darin immer weiter wachsen können.

Aino Laberenz

Sie hat den Look für jede Gelegenheit: Als Kostüm- und Bühnenbildnerin weiß Aino Laberenz, was Kleider und Setting können müssen, um eine Geschichte richtig zu erzählen. Sie war unter anderem am Schauspielhaus Zürich, an der Volksbühne Berlin, am Wiener Burgtheater und bei der Staatsoper Berlin tätig. Sie ist Geschäftsführerin des Operndorf Afrikas in Burkina Faso, das von ihrem 2010 verstorbenen Mann, dem Theaterregisseur Christoph Schlingensief, ins Leben gerufen wurde. @ainolaberenz

Wie Aino Laberenz von Kopf bis Fuß in Gucci gehüllt aussieht? Großartig natürlich. Schau hier.

Hier bleibst du up to date mit Aino Laberenz.

Tags: Aino Laberenz
Josefine Zürcher

Josefine Zürcher

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