Emporio Armani Herbst/Winter 2026/27 markiert einen leisen, aber spürbaren Wendepunkt. Erstmals wird die Kollektion gemeinsam von Silvana Armani und Leo Dell’Orco verantwortet, Womenswear und Menswear erscheinen als geschlossener Dialog. Nicht als Gegenüber, sondern als natürliche Fortsetzung derselben disziplinierten Haltung. Es geht nicht um Neuerfindung, sondern um Präzisierung.
Emporio Armani Herbst/Winter 2026/27 Womenswear
Im Zentrum steht die Silhouette. Vertikal, weich geführt, mit klar definierter Schulter. Jacken lösen sich vom Körper, Hosen fallen lang und plissiert. Gegürtete Trenchcoats, Leder-Aviators und umhüllende Mäntel geben Struktur. Mini-Röcke und doppelreihige Blazer zitieren britische Formstrenge, während graue Flanellkleider und Rockanzüge urbane Nüchternheit unterstreichen. Texturen steigern sich von Hahnentritt über soften Strick bis zu langem Shearling.




Emporio Armani Herbst/Winter 2026/27 Menswear
Die Menswear folgt derselben Haltung. Entspannte Schultern, fliessende Hosen, neu justierte Anzüge. Prince-of-Wales-Karos, Tweed sowie gedeckte Grau- und Brauntöne dominieren, akzentuiert von Armani-Blau, tiefem Rot und Violett. Denim fungiert als wiederkehrende Interpunktion – zugleich alltäglich und veredelt. Lange Cardigans, großzügige Hemden über verkürzten Hosen und tief plissierte Bermudas verschieben klassische Codes behutsam in die Gegenwart.




Was die Kollektion zusammenhält, ist das Spannungsfeld zwischen Regel und Spontaneität. Britische Formalität trifft auf italienische Sensibilität. Disziplin steht neben Freiheit, ohne sich gegenseitig aufzuheben. Emporio Armani sucht keine laute Geste. Die Marke verfeinert ihre Sprache – generationenübergreifend, selbstbewusst und ohne Druck. In der Zurückhaltung liegt die eigentliche Radikalität.
Die ganze Emporio Armani Herbst/Winter 2026/27 Show findest du hier.
Weitere Artikel für die Herbst/Winter 2026/27 Saison auf faces.ch findest du hier.
Teaserfoto Fotos: © Launchmetrics SpotlightSM






