Jedes Jahr dieselbe Frage, jedes Jahr dieselbe Panik am 31. Dezember um 18 Uhr: Was ziehe ich bloss an Silvester an? Die gute Nachricht: Die Laufstege für Herbst/Winter 2026 haben die Denkarbeit schon erledigt. Silber, Samt, flüssiges Gold und jede Menge Rot. Hier sind zehn Silvester-Outfits, die auch um 00:01 Uhr noch gut aussehen. Und auf den Fotos, die du um 00:15 Uhr bereust.
Quiet Luxury hat die Party offiziell verlassen. Nach mehreren Saisons beiger Zurückhaltung zeigten die DesignerInnen für Herbst/Winter 2026 wieder Glanz, Farbe und Drama. Gute Nachrichten für dein Silvester-Outfit, mit einer Faustregel: ein Statement, nicht fünf. Ein Paillettentop zur Bundfaltenhose schlägt Glitzer von Kopf bis Fuss. Ausser du bist Rabanne. Dann mach weiter.
1. Silberstreif: das eine glitzernde Teil

Silber war diese Saison überall, aber selten als komplette Discokugel. Bei Dolce & Gabbana und Zegna wurden Silberfäden und Pailletten in ansonsten nüchterne Anzüge eingewebt, Rabanne zeigte Strick-Sets mit Pailletten. Unsere Lehre daraus: Ein silbernes Teil reicht. Ein Paillettentop zur schwarzen Marlenehose oder ein silbern durchwirkter Blazer über einem weissen T-Shirt. Bonus: Die Herren können sich das direkt bei Zegna abschauen.
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2. Gold wert: Kleider wie flüssiges Metall

Ist Silber der Einzeiler, ist Gold die ganze Festrede. Daniel Roseberry zeigte bei Schiaparelli Säulenkleider wie aus flüssigem Metall, Akris und Gucci setzten auf Göttinnen-Kleider aus fliessendem Satin, und Sarah Burton kombinierte bei Givenchy Abendlooks mit wuchtigen Hängeohrringen. Für Mitternacht heisst das: goldenes Säulenkleid, Haare zurück, grosse Ohrringe. Sonst nichts. Wirklich: sonst nichts.
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3. Samtpfoten: Samt in Edelsteinfarben

Samt ist der Stoff für alle, die bis zum Schluss bleiben wollen. Khaite, Valentino Garavani, Alaïa und Ralph Lauren Collection schickten ihn auf den Laufsteg, am liebsten in Edelsteinfarben: Saphirblau bei Victoria Beckham, Rubinrot bei Giorgio Armani, Smaragdgrün bei Ulla Johnson. Ein Samtanzug oder Samtkleid in einer dieser Farben wirkt festlich ohne eine einzige Paillette. Und hält warm auf dem Weg zum Feuerwerk.
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4. Was ziehe ich an Silvester an, wenn es mühelos aussehen soll?

Die Antwort: das 90er-Jahre-Kleid. Alaïa, Calvin Klein Collection und Saint Laurent holten das minimalistische Slip- und Säulenkleid zurück. In schwarzem Satin, mit einem langen Mantel darüber, ist es die eleganteste Abkürzung, die es gibt. Funktioniert in der Bar, an der Hausparty und in der Oper. Sieht mühelos aus, auch wenn du vorher elf andere anprobiert hast.
Get the Look: Slipdress aus Satin, langer Wollmantel
5. Rot sehen: Crimson von Kopf bis Fuss

Valentino beendete seine Show mit einem Look ganz in Karminrot, Prada und Balenciaga brachten die Farbe auf Mäntel, Celine auf Accessoires. Rot ist der wirksamste Neujahrsvorsatz, den man tragen kann: selbstbewusst, festlich und auf keiner Tanzfläche zu übersehen. Unser Tipp: Ton in Ton, von den Schuhen bis zum Lippenstift. Sieht teurer aus, als es ist.
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6. Ein Stück, ein Statement: der Jumpsuit als Silvester-Outfit

Die Überraschungs-Silhouette der Saison: der Overall, in glamourös. Yohji Yamamoto zeigte ihn aus türkisfarbenem Flüssigsatin, Simone Rocha aus schwarzer Blumenspitze. Der Jumpsuit ist die Geheimwaffe für Mitternacht. Kein Saum, an dem man zupft, keine Strumpfhose, die Laufmaschen zieht, Platz für Dinner und Tanzfläche. Absätze dazu. Fertig.
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7. Dunkle Romantik: Spitze, Transparenz und Schwarz

Für alle, die Silvester insgeheim ein bisschen überbewertet finden: Gothic Romance. Erdem, Simone Rocha, Saint Laurent und Tom Ford setzten auf dunkle Blumen und Spitze, Ferragamo zeigte transparente Sets in Granatrot und Petrol. Schwarze Spitze mit transparenten Lagen ist das Silvester-Outfit für Leute, die lieber mit einem Glas Rotwein anstossen als mit Konfettikanone. Wednesday Addams wäre einverstanden.
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8. Schleife drauf: die tiefe Taille

Die 1920er sind zurück, zumindest ab der Hüfte. Simone Rocha und Tory Burch brachten die tief angesetzte Taille in die Abendmode, mit drapierten Twists und übergrossen Schleifen. Passt, denn die Zwanziger waren auch für legendäre Partys bekannt. Ein Kleid mit tiefer Taille und grosser Schleife ist festlich, ein bisschen theatralisch und, sehr praktisch, gnädig nach dem Fondue.
Get the Look: Kleid mit tiefer Taille, Schleifendetails
9. Raubkatze: der Leomantel

Manchmal ist der Mantel das Outfit. Flauschige Leomäntel gab es bei Ralph Lauren Collection und Willy Chavarria, auch Celine, Carolina Herrera und Balmain wurden wild. Über einem schwarzen Look verwandelt ein Leomantel die 15 Minuten draussen beim Feuerwerk in den Höhepunkt des Abends. Cruella wäre neidisch. Nur ohne Dalmatiner.
Get the Look: Mantel mit Leoprint
10. Nichts Neues kaufen? Lange Handschuhe und Overknees

Wer kein ganzes Outfit neu kaufen will, rüstet auf. Opernhandschuhe gab es bei Max Mara, Balenciaga, Khaite und Ralph Lauren, Overknee-Stiefel bei Givenchy, Chloé, Tom Ford und Toteme. Beides macht aus dem kleinen Schwarzen vom letzten Jahr einen Look für 2026. Nachhaltig und fabelhaft, unsere Lieblingskombination.
Get the Look: lange Handschuhe, Overknee-Stiefel · Lange Handschuhe bei Breuninger*
Ein letzter Tipp: Was immer du trägst, teste es im Sitzen. Mitternacht ist glamourös. Das Taxi um drei Uhr morgens eher weniger.
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